im Herbst 2020 erscheint:



Lynx
Anmerkungen zu Politik und Literatur.
Die hektographierte Zeitschrift aus den Jahren 1960 bis Winter 1966/67.
Hrsg. von Wolfgang Beutin und Rolf von Bockel.
Ca. 120 Seiten und alle Lynx-Ausgaben auf CD,
ISBN 978-3-932696-95-4, 39,80 Euro



1960 feierte der „Verband Deutscher Tonkünstler“ in seinen Publikationen die Gedenktage deutscher Komponisten, ließ jedoch – ganz in der NS-Tradition – Komponisten jüdischer Herkunft aus (Mendelssohn, Mahler, u.a.). Dagegen formierte sich Protest von Studenten und Hochschullehrern, der in Leserbriefen und Artikeln weites Echo fand (auch in Israel und New York).
Im Umfeld der Universität Hamburg fand aus dem Kreis dieser Initiative die LYNX-Gründung statt. 1960 erschien die Nr. 1, redigiert von dem Musikwissenschaftler Georg Borchardt und dem Germanisten Wolfgang Beutin (ab Heft 2 lag die Redaktion allein bei Wolfgang Beutin). Bis 1966 erschienen 32 Ausgaben in Auflagen von 200 bis 500 Exemplaren.
Zentrales Anliegen der Zeitschrift war: Der Kampf gegen die „Stickluft“ der frühen Bundesrepublik, gegen neofaschistische Machenschaften, – gegen eine Presselandschaft und einen Hochschulbetrieb mit „(Ewig-)Gestrigen“ , – gegen die Kontinuitäten des Kulturbetriebs zur NS-Zeit und klerikale Dunkelmänner. Gegen Militarismus und Wiederaufrüstung.
Schon für das erste Heft gewannen die Herausgeber einen der letzten ehemaligen Stamm-Autoren der „Weltbühne“ als Mitarbeiter: Kurt Hiller (1885-1972). Dieser sorgte fortan auch für die Verbreitung des LYNX in anderen europäischen Ländern, Israel und Amerika. Unter den Autorinnen und Autoren aus der Weimarzeit befanden sich Joseph Baur, Eugen Brehm, Georg Burckhardt und David Luschnat u.a. An jüngeren Autoren schrieben: Ruprecht Großmann, Dietrich Stahlbaum, Juan Allende-Blin, Harald Hartung, Peter Schütt, Dieter Schumacher, Karlheinz Deschner, Hans Wollschläger u.a.
Im Winter 1966/67 – im Vorfeld „der Achtundsechziger“ – stellte die Zeitschrift ihr Erscheinen ein. Der LYNX war ein Vorbote jener gesellschaftlichen Eruption.
Der Band enthält eine CD mit den 32 Ausgaben des Lynx im PDF-Format. Verzeichnisse und eine kurze Geschichte der Zeitschrift ebnen den Zugang zu den einzelner Ausgaben.











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